1.) DiWiSH bekennt sich zum Datenschutz und fordert Aufklärung!
Der Datenschutz ist in unserer modernen Informationsgesellschaft ein hohes Gut, das eine umfangreiche Aufklärung der Nutzer über die Methoden von sozialen Netzwerken und anderen populären Websites notwendig macht.
2.) DiWiSH kritisiert Datenschutzverletzungen!
Eine personenbezogene Speicherung und Verarbeitung von Daten durch Facebook, wie vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) derzeit angenommen, halten wir für gesetzeswidrig und fordern eine Änderung.
3.) Kein Nachteil nur für Schleswig-Holstein!
Schleswig-Holsteinische Unternehmen und Institutionen dürfen nicht als Druckmittel gegen große Internetkonzerne wie Facebook missbraucht werden. Wir fordern die Debatte auf EU-Ebene zu führen und klare Regeln für alle bindend zu entwickeln.
4.) Wir brauchen Richtlinien für alle Sozialen Netzwerke!
Facebook ist nicht der einzige Dienst, der Social-Media-Plugins nutzt. Wir fordern die Debatte von Facebook zu lösen und Richtlinien für alle Sozialen Netzwerke zu erlassen.
5.) Kompromisslösung von heise
Wir verweisen wir auf die Lösung des Onlinemagazins heise. Im Projekt „2 Klicks für mehr Datenschutz“ wurde ein Code für eine datenschutzfreundliche Social-Media-Einbindung entwickelt: Standardmäßig werden so deaktivierte Buttons eingebettet, die keinen Kontakt mit den Servern von Facebook & Co herstellen. Erst wenn der Anwender diese aktiviert und damit seine Zustimmung zur Kommunikation mit Facebook, Google oder Twitter erklärt, werden die Buttons aktiv und stellen die Verbindung her. Dann kann der Anwender mit einem zweiten Klick seine Empfehlung übermitteln. Der Code steht unter einer Open-Source-Lizenz, damit man ihn an seine eigenen Bedingungen anpassen kann. Wer daran Interesse hat, kann ihn kostenlos von der Projektseite herunterladen.
www.heise.de/extras/socialshareprivacy/
6.) Konkrete Unterstützung von DiWiSH für Betroffene
Wir haben am Montag, 26. September 2011 ein Gespräch mit Herrn Dr. Weichert, Leiter des ULD geführt, um die Gefahr von Bußgeldern für Unternehmen und Institutionen in Schleswig-Holstein abzuwenden. Als Ergebnis empfehlen wir Ihnen, die oben beschriebene Kompromisslösung von heise zu nutzen. Sollten Sie dennoch eine Abmahnung durch das ULD erhalten, setzen Sie sich persönlich mit uns Verbindung. Wir stehen im engen Austausch mit dem ULD, Facebook und einigen Rechtsanwälten, die sich auf diese Thematik spezialisiert haben. Wir helfen Ihnen gern weiter.
7.) DiWiSH-Mitglieder unterstützen Aufklärungsarbeit an Schulen
Know-how für junge User: Als Digital Natives nutzen Kinder und Jugendliche die Angebote des World Wide Web und der Sozialen Netzwerke mit am stärksten. Häufig fehlen ihnen aber ein ausreichendes Datenschutzbewusstsein und digitale Medienkompetenz. Wir haben mit dem ULD verabredet, seine datenschutzrechtliche Aufklärungsarbeit an den Schulen in Schleswig-Holstein zu unterstützen. DiWiSH vermittelt Unternehmen, die Schülerinnen und Schülern anschaulich aus der Praxis berichten können. Wer Interesse hat, meldet sich bitte beim Clustermanagement DiWiSH.